Ausbildungen im Wasserrettungsdienst
Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst (RSiWRD)
Die Grundausbildung im Bereich der Wasserrettung bildet der Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst (RSiWRD). In dieser Ausbildung werden die grundlegenden Fähigkeiten vermittelt, die für die Rettung von Personen aus stehenden Gewässern, beispielsweise Seen oder Schwimmbädern, erforderlich sind.
Neben der eigentlichen Rettung werden auch die anschließende medizinische Erstversorgung sowie die sinngerichtete Nutzung von Rettungsmitteln vermittelt. Die Teilnehmer lernen außerdem, Gefahren an Gewässern zu erkennen und einzuschätzen, und erhalten erste Einblicke in die taktischen Abläufe und Vorgehensweisen bei Wasserrettungseinsätzen.
Der RSiWRD stellt die Grundqualifikation für den Einsatz im Wasserrettungsdienst dar und ist Voraussetzung, um während der Sommermonate Wachdienst an unseren Badeseen leisten zu können.


Sanitätsausbildung
Aufbauend auf den Grundlagen der Wasserrettung werden unsere Einsatzkräfte im Rahmen der Sanitätsausbildung gemeinsam mit der BRK-Bereitschaft weitergebildet. In mehr als 60 Unterrichtseinheiten (UE) werden umfangreiche Kenntnisse und Fähigkeiten für die medizinische Erstversorgung von Patienten vermittelt. Dabei werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Maßnahmen trainiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und der Versorgung lebensbedrohlicher Notfälle. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung dürfen die Teilnehmer die Bezeichnung „Sanitäter“ führen und können ihre erworbenen Kenntnisse sowohl im Wasserrettungsdienst als auch bei weiteren Einsätzen der Wasserwacht und des Roten Kreuzes einbringen.
Wasserretter
Aufbauend auf der Sanitätsausbildung folgt die Ausbildung zum Wasserretter. Sie setzt sich aus mehreren Ausbildungsmodulen zusammen und vermittelt umfassende Kenntnisse für den Einsatz im Wasserrettungsdienst.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:
- Organisationskunde
- Sicherheitsaspekte und Einsatztaktik
- Rettung und Transport mit dem Motorrettungsboot
- Zusammenarbeit mit dem Landrettungsdienst
- Eisrettung
- Fließwasserrettung
- Gerätekunde
Durch die große Bandbreite an Ausbildungsinhalten werden die Einsatzkräfte auf unterschiedlichste Szenarien im Wasserrettungsdienst vorbereitet. Die Ausbildung zum Wasserretter bildet damit die Grundqualifikation für den Einsatz in der SEG-Wasserrettung und schafft gleichzeitig die Grundlage für weitere Fachausbildungen innerhalb der Wasserwacht.
Bei Einsätzen führt der Wasserretter eine umfangreiche persönliche Schutzausrüstung mit. Dazu gehören mindestens ein Neoprenanzug, durchtrittsichere Wasserrettungsschuhe, Handschuhe, ein Wasserrettungshelm, eine Schwimmweste sowie ein Wurfsack.