Tauchen

Rettungstauchen

Tauchen bei der Wasserwacht ist mit dem normalen Sport-Tauchen wenig vergleichbar. Bei der Suche nach vermutlich Ertrunkenen nach einem Bade- oder Bootsunfall ist der psychische Stress durch die spontane Anforderung und die Erwartungshaltung enorm. Hinzu kommen oft schlechte Sicht, Kälte und der Umstand, dass Rettungstaucher meist alleine – ohne Buddy – ihr Suchraster abtauchen (z.B. Pendelsuche). Gesichert werden Rettungstaucher von Land oder vom Boot mittels Signalleinen und Unterwassersprechfunk. Auch die Ausrüstung mit Vollgesichtsmaske und ggf. Trockentauchanzug weicht von der eines normalen Sport-Tauchers ab.

Eine gern verwendete Suchmethode bildet dabei das sogenannte Schleppstangensuchen. Hierbei werden drei Taucher, die sich an einer Stange – der Schleppstange – festhalten, mit einem Motorboot über den Grund des Gewässers gezogen. Dies ermöglicht das absuchen einer großen Fläche in relativ kurzer Zeit.

Neben diesen, glücklicherweise sehr seltenen Einsätzen, sind die Taucher auch bei der Abwehr von Gefahren im Einsatz und unterstützen beispielsweise bei der Bergung von Unfall-Fahrzeugen.

Die Ausbildung zum Rettungstaucher ist eine der aufwändigsten, die Ehrenamtlich durchlaufen werden kann. Sie umfasst ein dreiviertel Ahr und startet zunächst mit Theorie, dann Trainig im Hallenbad und zum Schluss Training im Freiwasser bis hin zur Prüfung. Um sein Befähigungszeugnis zu behalten, muss ein Rettungstaucher jährlich zur Tauchuntersuchung G31, mind. 10 Tauchgänge mit mind. 300min absolvieren und eine Unterweisung nach GUV besuchen.

Rettungstaucher unter einem Floß im Dietenheimer Badesee